
Bewerbung
Eine Bewerbung ist nichts anderes
als ein Leistungsangebot, mit dem Sie sich als Bewerber
einem Unternehmen möglichst gut verkaufen sollten.
Ein gut formuliertes Anschreiben muss bei der Bewerbung
den Personalverantwortlichen so überzeugen, dass er
genau Sie kennen lernen möchte. Die meisten Fehler
passieren bereits im Anschreiben. Im folgenden Beitrag
zum Thema "Bewerbung" möchten wir den
Bewerbern ein paar Tipps mit an die Hand geben. Ebenso
finden Sie hier eine Vorlage für eine Bewerbung.
Diese Bewerbungsvorlage soll als Beispiel dienen und
Ihnen dabei helfen, Fehler zu vermeiden. Wie Sie Ihre
Bewerbung perfektionieren können und worauf Sie
beim Anschreiben achten sollten, erklärt Ihnen die Redaktion
von IT-Arbeitsmarkt.
Das optimale Anschreiben für die Bewerbung
So viel gleich mal vorweg: Das
optimale, stets passende Anschreiben, gibt es für
die Bewerbung nicht. Personalverantwortliche sind Menschen,
und entsprechend unterschiedlich und individuell sind
ihre Meinungen und Ansprüche. Daher: Eine Vorlage für
ein Anschreiben, das den Weg ins Vorstellungsgespräch
garantiert, können wir Ihnen nicht liefern. Aber dafür
jede Menge Tipps und Faustregeln, die Sie unbedingt
bei Ihrer Bewerbung beachten sollten, wenn Sie demnächst
einem Personalchef die Hand schütteln wollen. Denken
Sie bitte daran, die Bewerberauswahl ist sehr groß
und schon kleine Fehler bei der Bewerbung können
fatale Folgen haben.
Präsentieren Sie sich mit
dem Anschreiben individuell und überzeugend. Es
geht um Ihre Person und um Ihr Können! Keine Vorlage
für ein Anschreiben würde dieses Ziel erreichen.
Nutzen Sie daher das Anschreiben um dem Personaler zu
sagen, was Sie von den anderen Bewerbern unterscheidet
und wo Ihre persönlichen Stärken liegen.
Heben Sie sich von Ihren Mitbewerbern ab, indem Sie
eben kein vorgefertiges Anschreiben (Mustervorlage)
für Ihre Bewerbung verwenden.
Tipps für die Bewerbung
Worauf Sie als Bewerber bei der
schriftlichen Bewerbung achten sollten? Hier geben wir
Ihnen einige Tipps, um gravierende Fehler zu vermeiden.
So komisch das klingt, aber die folgenden Fehler werden
immer wieder oft gemacht. Worauf Sie bei der Bewerbung
bzw. im Anschreiben achten sollten und was einfach nie
passieren darf:
-
Falscher Adressat und Anrede:
Serienbriefe an sich sind schon schlimm genug. Wenn
Sie aber die Serienbrieffunktion noch nicht so perfekt
beherrschen, so dass der neue Adressat eingetragen
wird, die alte Anrede aber erhalten bleibt, erhalten
Sie die Unterlagen wahrscheinlich sehr schnell ungelesen
zurück.
-
Die falsche Bewerbung im richtigen
Umschlag. Leider passiert es auch mir des öfteren,
dass ich eine Bewerbung für ein ganz anderes Unternehmen
in der Hand habe. Der Bewerber hat seine kompletten
Unterlagen in den falschen Briefumschlag gesteckt.
-
Eigenmächtige Korrekturen
oder Manipulationen - gleich welcher Art - in Zeugnissen
-
Massendrucksachen: 90
Prozent aller Bewerbungen sind im 08/15-Stil verfasst.
-
Schmeicheleien: Sie brauchen
dem Unternehmen nicht zu erzählen, dass Sie es für
so innovativ halten, dass es seine Kunden fortwährend
mit intelligenten Lösungen befriedigt, etc..
-
(Falsche) Interpretationen
wie: "... Ihr Unternehmen ist führend im
Bereich der Informationstechnologie. Aus diesem Grund
suchen Sie flexible, teamorienterte und ehrgeizige
Informatiker, die gemeinsam mit Ihnen in die Zukunft
schreiten."
-
Übertreibungen: Viele
Anschreiben sind überdreht und versuchen, den Eindruck
zu erwecken, das Unternehmen sei das einzige, das
für den Bewerber übehaupt in Frage kommt. Das glaubt
keiner.
-
Klischees: Aneinanderreihung
von Floskeln wie "logisch-analytisch, zielgerichtet,
flexibel, dynamisch . . ." Zwischen den Zeilen
Indizien für Teamorientierung, Flexibilität etc. zu
finden, überlassen Sie bitte denen, die Ihre Bewerbung
sichten.
-
Ausflüge ins Reich der Fantasie
wie: "Ich bin Hobbytaucher und dringe dabei in
eine Welt voller Risiken ein, in der Belastbarkeit
gefragt ist, eben ganz wie in Ihrem Unternehmen."
-
Romane: Papier ist geduldig,
Personalentscheider meistens nicht. Interesse weckt
ein kurzes Anschreiben - vor allem, wenn es auf die
Anforderungen der Anzeige und die Bedürfnisse des
Unternehmens eingeht.
-
Egozentrik: Viele Bewerber
nutzen das Anschreiben zur Selbstdarstellung, gehen
aber auf die Stellenanzeige kaum ein. Gefragt ist
jedoch der unternehmesnorientierte Bewerber, der klar
und deutlich sagt, was er für das Unternehmen leisten
kann.
Bewerbung » Beispiel für ein Anschreiben
mit Tipps
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Der Absender
Vollständige Adresse! Telefonnummer nicht vergessen,
sonst ist das Unternehmen gezwungen, zu schreiben.
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Hugo Kalbach
Beispielweg 33
33333 Beispielort
Tel.: (03 33) 3 33 33 |
Formalien Hier sind
Fehler ein absolutes K.O.-Kriterium!
Firmenanschrift (mit GmbH etc.) korrekt und komplett!
Auf "z. Hd." kann verzichtet werden. Vor-
und Nachname sowie Titel des personalverantwortlichen
Ansprechpartners herausfinden (per Telefon) und
angeben. Datum nicht vergessen! |
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Deutsche Medienagentur
z. Hd. Herrn Thomas Schwarzer
Wetzlarer Str. 14
35435 Wettenberg
Beispielort, 01. Februar 2000
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Betreff Fett
ist genug! Nicht auch noch kursiv und unterstrichen!
Das Wort "Betreff" ist überflüssig. Wichtig:
Genaue Angabe, worauf Sie sich bewerben (welche
Stellenanzeige, wo, von wann) |
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Ihre
Stellenanzeige in IT-Arbeitsmarkt:
Bewerbung als Marketing-Assistentin
Sehr geehrter Herr Schwarzer,
hier ist es nun unentbehrlich, inhaltlich zu überzeugen.
Dabei muss das Anschreiben übersichtlich gegliedert
und gut lesbar sein. Denn Personaler nehmen sich
für die erste Sichtung von Unterlagen oft nur
30 Sekunden Zeit. Und die sind entscheidend!
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Übersichtlichkeit
& Inhalt
In der Kürze liegt die Würze. Ein kurzes Anschreiben,
das auf die Anforderungen der Anzeige eingeht und
erklärt, warum Sie denken, qualifiziert zu sein,
weckt Interesse. Formulieren Sie, was Sie warum
gemacht haben und weshalb Sie Ihr Weg wohin führen
soll. Vermeiden Sie die Aneinanderreihung von Adjektiven,
um die eigene Person zu beschreiben. Überlassen
Sie es dem Empfänger, sich anhand Ihrer Unterlagen
ein Bild von Ihnen zu machen. |
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Punkt
für Punkt muss belegt werden, welche theoretischen
Kenntnisse und praktischen Erfahrungen Sie dazu
befähigen, die ausgeschriebene Position auszufüllen.
Unbedingt sollte man auf die in der Stellenanzeige
genannten Anforderungen eingehen und überzeugend
darstellen, warum man meint, diesen Anforderungen
gewachsen zu sein. Hierbei ist es wichtig, die Stellenausschreibung
gründlich und eventuell auch zwischen den Zeilen
zu lesen. Auf Formulierungen wie „Wenn Sie fit am
Telefon sind, gerne selbstständig arbeiten und sich
in einem jungen Team engagieren wollen, dann..."
muss unbedingt eingegangen werden: „Selbstständiges
Arbeiten habe ich bereits während meines Marketing-Praktikums
bei der XXX kennen gelernt, wo ich mit Abwicklung
und Betreuung von redaktionellen Aktionen betraut
war. Der tägliche Kundenkontakt am Telefon war hierbei
ebenso selbstverständlich wie die Koordination der
Promotionteams." Mit Repliken dieser Art gehen Sie
auf die in der Stellenanzeige verlangten Profile
ein, ohne die Ausschreibungen wörtlich zu wiederholen
und belegen gleichzeitig Ihre Kompetenz.
Es gilt: Versetzen Sie sich in den Adressaten hinein!
Er will überzeugt werden! Hierbei sind smarte
Formulierungen und pseudo-lockerer Ton im Stile
von „Auf mich haben Sie gewartet - Sie wissen es
nur noch nicht!" genauso unpassend wie unterwürfige
Formulierungen mit zu vielen Konjunktiven. Ein Fehler
ist die Bewertung der eigenen Fähigkeiten. Das Anschreiben
soll immer nur darstellen, was Sie gemacht haben;
die Bewertung überlassen Sie besser der ‘Gegenseite’.
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Verabschiedung
Wichtig! Verabschieden Sie sich nicht im Konjunktiv:
"Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich
zu einem Gespräch einladen würden" - das klingt
unsicher und zu wenig selbstbewusst. |
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Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen
Gespräch von meinen Qualifikationen. |
Unterschrift
Über Ihren getippten Namen kommt die handschriftliche
und möglichst leserliche Unterschrift! |
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Mit
freundlichen Grüßen
Hugo Kalbach
Anlagen:
Lebenslauf
Zeugnisse |
Begriffe mit Themenrelevanz zum
Artikel: Bewerbung, Anschreiben, Vorlage, Beispiel, Beispiele,
Tip, Tipp, Tipps, Bewerbungen
Der Artikel zum Thema Bewerbung wurde
am 27.08.2007 aktualisiert.
(Autor: T. Schwarzer)
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