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In
der Informations-
und Telekommunikationstechnik (IT) gibt es seit dem 1. August
1997 neben den bisherigen industriellen Elektroberufen vier
neue Ausbildungsberufe. Sie werden innerhalb des dualen
Ausbildungssystems erlernt. Die neuen Ausbildungsprofile
sollen den geänderten Anforderungen in den Produktions-
und Dienstleistungsbetrieben des IT-Bereichs gerecht werden,
der zunehmend durch kuerzere Innovationszyklen und einen
harten internationalen Wettbewerb gekennzeichnet ist.
Die Kunden verlangen von IT-Unternehmen heutzutage Komplettloesungen,
die auf ihre individuellen Beduerfnisse zugeschnitten sind.
Damit gewinnen neben technischem Know-How Beratungs- und
Serviceleistungen an Bedeutung.
Die Ausbildung ist in die Vermittlung von Kern- und Fachqualifikationen
gegliedert. Eine Kernqualifikation, die elektrotechnische,
dv-technische, betriebswirtschaftliche und projektorientierte
Qualifikationen umfaßt, gehoert in allen Ausbildungsberufen
zur Grundausbildung. Sie wird insgesamt etwa 50% der Ausbildungsinhalte
ausmachen und vor allem im ersten Ausbildungsjahr in den
Berufsschulen erworben werden. Die Kernqualifikation wird
ergänzt durch die jeweiligen berufsspezifischen Fachqualifikationen.

Drei der neuen IT-Berufe
- IT-System-Elektroniker/Elektronikerin,
- IT-Fachinformatiker/-in,
- IT-System-Kaufmann/-frau
werden
als "Anbieter-Berufe" bezeichnet.
Einer der IT-Berufe
- Informatikkaufmann/Informatikkauffrau
wird als "Anwender-Beruf" bezeichnet.
Die
Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre, die jedoch bei einem Notendurchschnitt
von 2,49 und Zustimmung des ausbildenden Unternehmens um
ein 1/2 Jahr verkürzt werden kann. Ebenfalls werden hierfür
bereits absolvierte schulische Ausbildungen wie z.B. Realschulabschluß
oder Abitur anerkannt. Jedes Unternehmen wählt seine Auszubildenden
nach eigenen Kriterien aus uns schließt mit ihnen Ausbildungsverträge
ab. Es kommen auch kleine und mittlere sowie hochspezialisierte
Betriebe in Frage. Kleinere Unternehmen koennen innerhalb
von Verbundmodellen ausbilden. Berufsschulen sollen die
betriebliche Ausbildung und die Allgemeinbildung der Schueler
ergänzen.
In der
Mitte des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine maximal
3-stuendige schriftliche Zwischenpruefung, deren Pruefungsaufgaben
sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen.
Abschlußpruefungen werden von der Industrie- und Handelskammer
abgenommen. In der Abschlußpruefung spielt die Projektarbeit,
die Dokumentation und Präsentation eines betrieblichen Projekts
eine wichtige Rolle. Der zweite Teil der Pruefung besteht
aus einer schriftlichen Klausur, in der Aufgaben aus dem
Bereich der Kern- und Fachqualifikationen sowie aus dem
Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde zu loesen sind.
"Auszubildende"
erhalten nähere Informationen bei den einzelnen Arbeitsämtern.
"Betriebe" wenden sich an die zuständige
IHK. Eine Standortuebersicht der IHK’s in Deutschland findet
man bei http://www.ihk.de
Eine ausfuehrliche Beschreibung der Ausbildungsgänge und
-Inhalte ist kostenlos beim Referat Öffentlichkeitsarbeit
des Bundesministeriums fuer Wirtschaft, 53107 Bonn, Telefon:
(02 28) 615-2151 oder -3620 erhältlich oder ueber das Internet
http://www.bmwi.de abrufbar.
Informationen sind außerdem beim BIBB (Berliner Bundesinstitut
fuer Berufsbildung, Fehrbelliner Platz 3, 10707 Berlin,
Telefon (030) 8643-2476 oder /-2303, Fax (030) 8643-2603
erhältlich.
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